Medizin-Mensch-Technik

Sechs Medizinjournalisten mit dem "Medienpreis - Medizin Mensch Technik 2015" ausgezeichnet

Erstmals Preis für Lokaljournalismus vergeben

BERLIN, 26. März 2015. Beim zum neunten Mal vergebenen Medienpreis – Medizin Mensch Technik, der mit insgesamt 10.000,- Euro dotiert ist, hat die TV-Journalistin Antje Christ den ersten Preis gewonnen. Sie erhielt den von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und vom Medizintechnikhersteller Medtronic gestifteten Preis für ihren TV-Beitrag „Eine Handvoll Leben“, der im Januar von ZDF/Arte ausgestrahlt wurde. „Christ“, erklärte der Juryvorsitzende Carsten Schroeder, „geht an die Grenzen der Frühgeborenenmedizin ganz ohne moralischen Zeigefinger.“ Feinfühlig problematisiert der Film die gesundheitlichen Folgen für die Frühgeborenen im späteren Leben und zeigt den unterschiedlichen kulturellen Umgang aus globaler Sicht.

Der zweite Preis wurde geteilt und ging zu gleichen Teilen an Reto Schneider von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und Nadine Ahr und Christiane Hawranek von der ZEIT. Schneider beschreibt in der NZZ-Beilage FOLIO vom Juni 2014 den Einsatz des Schmuseroboter „Paro“, der in Altersheimen als Tröster, Gefährte, und Therapiehelfer zum Einsatz kommt.

Ahr und Hawranek befassen sich unter dem Titel „Gespendete Kinder“ im Zeitdossier vom September 2014 mit Embryonen, die nach einer künstlichen Befruchtung an kinderlose Paare vermittelt werden. In Deutschland ist dies verboten, in den USA ist dies gängige Praxis.

Mit dem dritten Preis wurde die Hörfunkjournalistin Stefanie Schramm geehrt. Stefanie Schramm berichtet in ihrem Beitrag „Biss in die Zukunft“, der vom Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde, über die Stammzellenforschung zu Bio-Zahn-Implantaten.

Den erstmals ausgeschriebenen Preis für Lokaljournalismus gewann unter 24 Einreichungen Philipp Schröders. Unter dem Titel „Wenn das Herz wie verrückt schlägt“ in den Aichacher Nachrichten berichtete Schröders über das Einsetzen eines Mini-EKG´s bei einer Aichacher Bürgerin im dortigen Krankenhaus. Mit dem Preis für Lokaljournalismus sollen auch in Zukunft herausragende journalistische Arbeiten ausgezeichnet werden, die unter den speziellen Produktions- und Arbeitsbedingungen von Lokaljournalismus entstanden sind.

<b>Antje Christ, Gewinnerin 1. Preis Medienpreis - Medizin Mensch Technik 2015</b>
<b>Die Gewinner des Medienpreises - Medizin Mensch Technik 2015</b><br> v. li. nach re.: Reto Schneider (NZZ) 2. Preis; Antje Christ (ZDF/Arte) 1. Preis; Nadine Ahr (ZEIT) 2. Preis; Stefanie Schramm (Deutschlandfunk) 3. Preis; Philipp Schröders (Aichacher Nachrichten) Preis Lokaljournalismus
<b>Jury Medienpreis - Medizin Mensch Technik 2015</b>

Bei der Auswahl der Gewinner hatte die Jury einmal mehr die Qual der Wahl. Es gab gut 120 Einsendungen, mit denen sich Autoren und Redakteure um den Preis bewarben. Dies ist der Jury zufolge ein Beleg für das bemerkenswerte Bestreben der Medien, dem wachsenden Interesse der Öffentlichkeit nach Informationen zu Gesundheitsfragen Rechnung zu tragen.

Der in der Historischen Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Charité verliehene Preis fördert die Qualität der Berichterstattung über innovative Technologien in der Medizin. Prämiert werden Veröffentlichungen, die „medizintechnische Themen in herausragender journalistischer Qualität allgemeinverständlich kommunizieren“.

In der Jury sind leitende Redakteure namhafter deutscher Medien vertreten. Ihr gehören Carsten Schroeder (Deutschlandfunk, Vorsitz), Dr. Bernhard Albrecht (Stern, erster Träger des Medienpreises), Susanne Kutter (Wirtschaftswoche), Christina Hucklenbroich (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Jochen Niehaus (Focus Gesundheit) an. Dazu kommen Uwe Dolderer (Leiter Unternehmenskommunikation der Charité) und Dr. Holger Storcks (Leiter Marketing Communication & PR von Medtronic) als Vertreter der Stifter. 

Information zum Medienpreis - Medizin Mensch Technik 2015

Ob in der Diagnostik oder bei der Behandlung von Krankheiten - Medizintechnik ist aus der modernen Medizin nicht wegzudenken. Herzschrittmacher, Implantate aus Biomaterialien oder die Tiefe Hirnstimulation verhelfen vielen Menschen zu einem längeren und besseren Leben. Dabei ist der Einsatz von medizintechnischen Geräten für die Patienten oft verträglicher und auch kostengünstiger als eine rein medikamentöse Therapie.

Durch intensive Forschung erschließt sich die Medizintechnik stetig neue Anwendungen. Diese bleiben der breiten Öffentlichkeit jedoch weithin unbekannt. Das liegt auch in der Natur der Sache: Medizinische Zusammenhänge sind gerade bei High-Tech-Therapien komplex und für medizinische Laien nicht leicht zu verstehen.

An der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden diese High-Tech-Therapien angewendet, weiterentwickelt und vermittelt. Als eine der führenden wissenschaftlich-medizinischen Ein-richtungen Europas bringt die Charité Spitzenmedizin ans Krankenbett und in den Hörsaal. Der transnationale Forschungsansatz der Universitätsmedizin verzahnt die Bereiche Wissenschaft und Klinik eng miteinander: Ziel ist es, Forschungserkenntnisse aus dem Labor in die breite medizinische Versorgung zu stärken und zu beschleunigen. Andererseits werden Fragestellungen aus der Klinik in die Forschung integriert.  

Ebenfalls im Dienst der Patienten entwickelt das Medizintechnikunternehmen Medtronic seit über 60 Jahren medizintechnische Produkte und Therapien. In dieser Zeit hat Medtronic unter dem Leitsatz „Schmerzen lindern, Heilung fördern, Leben verlängern“ zahlreiche Meilensteine gesetzt. So wurden durch Erfindungen wie die des ersten tragbaren Herzschrittmachers (1957) oder des implantierbaren Systems zur Tiefen Hirnstimulation (1983) Leben erhalten oder die Lebensqualität von Patienten verbessert.

Mit der Ausschreibung des neunten Medienpreises - Medizin Mensch Technik wollen die Charité und Medtronic die Qualität der Berichterstattung über diese innovativen Technologien sichtbar machen und fördern. 

Mit der Auslobung des „Medienpreises Medizin Mensch Technik“ wollen die Stifter diese wichtige Transferleistung auszeichnen und fördern. 

Informationen zur Charité - Universitätsmedizin Berlin finden Sie auf
www.charite.de

Informationen zur Medtronic Deutschland GmbH finden Sie auf
www.medtronic.de