Medizin-Mensch-Technik

 

Medtronic Medienpreis 2011 prämiert
innovativen Medizinjournalismus

Gewinner aus Presse, Radio und Fernsehen in der Berliner Charité geehrt

Berlin, 17. März 2011. Zum fünften Mal ist in der Berliner Charité der Medtronic Medienpreis – Medizin Mensch Technik verliehen worden. Ausgezeichnet mit dem Ersten Preis wurde die Fernsehjournalistin  Monika Siegfried-Hagenow für ihre im Programm des WDR ausgestrahlte Sendung „Zwillinge in Not“. Den Zweiten Preis erhielt die FAZ-Journalistin Christina Hucklenbroich. Der Dritte Preis ging an die Radiojournalistin Martina Keller.

„Zwillinge in Not“ ist der diesjährige Sieger beim Medtronic Medienpreis. Die WDR-Sendung schildert anhand mehrerer Beispiele von Patientinnen, die Zwillinge oder Drillinge erwarten, eine folgenschwere Komplikation solcher Schwangerschaften und die Behandlung der Schwangeren und ihrer ungeborenen Kinder mit einem medizintechnischen Verfahren. „Das Thema der Pränatalmedizin ist geeignet, stark zu polarisieren. Es ist aber eben auch ein Thema, das viele Menschen im Lande tief bewegt“, äußerte die Jury in der Begründung ihrer Wahl. Dabei geht die Sendung weit über eine Berichtsform hinaus. Die Zuschauer werden zu Zeugen dreier Familienschicksale, die sich in der Klinik bündeln, dann jedoch ihren eigenen Verlauf nehmen.

Der Zweite Preis ging an die Journalistin Christina Hucklenbroich für ihre 2010 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschienene Themenseite „Auf Herz und Nieren geprüft“. Hucklenbroichs Beitrag thematisiert die von Medizintechnik unterstützte Diagnostik und Beobachtung der Entwicklung von Kindern vor der Geburt. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der verständlichen Darstellung komplexer medizinischer Sachverhalte durch die Autorin, die dabei auch weitergehenden ethischen Fragen nicht ausweicht.

Den Dritten Preis erhielt Martina Keller, die schon bei der ersten Verleihung des Medtronic Medienpreises im Jahre 2007 ausgezeichnet worden war. Diesmal prämierte die Jury ihren im WDR5 gesendeten Radiobeitrag „Der Fall des Chirurgen Broelsch“. Der Beitrag über einen Arzt, der sich mit einem neuartigen Verfahren der Lebertransplantation einen Namen gemacht hat und später wegen des Vorwurfs vor Gericht stand, Patienten betrogen zu haben, überzeugte die Jury mit seiner kritischen, aber sehr differenzierten Annäherung an die Motive auf ärztlicher und Patienten-Seite. Exemplarisch dafür stehen O-Töne von betroffenen Patienten, die dem Arzt zur Unterstützung in den Gerichtssaal folgen.

Die Auswahl der Gewinner hat sich die Jury nicht leicht gemacht. Es gab mehr als 140 preiswürdige Einsendungen, darunter einen zunehmenden Anteil von Beiträgen aus lokalen und regionalen Medien. Dies ist dem Gremium zufolge ein Beleg für das wachsende Interesse der Öffentlichkeit an Informationen über Gesundheitsfragen – und über Medizintechnik.

Der im Berliner Klinikum Charité zum fünften Mal vergebene Preis wird an Journalisten verliehen und fördert die Qualität der Berichterstattung über innovative Technologien in der Medizin. Ausgewählt werden Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio, im Fernsehen und im Internet, die medizintechnische Themen in herausragender journalistischer Qualität allgemeinverständlich kommunizieren.

In der Jury sind leitende Redakteure namhafter deutscher Medien vertreten. Ihr gehören Bernd Schwedhelm (Wort&Bild-Verlag, Vorsitz), Sabine Kartte (Stern Gesund leben), Susanne Kutter (WirtschaftsWoche), Dr. Bernhard Albrecht (TV-Journalist und erster Preisträger des Medtronic Medienpreises) und Carsten Schroeder (Deutschlandfunk) an. Zwei Jurymitglieder sind Mediziner.

Gestiftet wurde der Preis von dem führenden Medizintechnik-Unternehmen Medtronic. Das amerikanische Unternehmen, das vor mehr als 50 Jahren den ersten implantierbaren Herzschrittmacher für den Dauerbetrieb entwickelt hat, ist seit 1970 in Deutschland ansässig. In der Firmenzentrale in Meerbusch bei Düsseldorf, im Werk Deggendorf sowie im technischen Dienst und Vertrieb beschäftigt Medtronic heute knapp 900 Menschen in Deutschland.

Die Preisverleihung in Bildern

Die Gewinner 2011